Gemäß einer Analyse von UNITI wurde die temporäre Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe in Mai und Juni 2026 vollständig an den Tankstellen weitergegeben. Dieses Fazit basiert auf einer volkswirtschaftlich etablierten Differenz-in-Differenzen-Schätzung der Preisentwicklungen der Kraftstoffmärkte in Deutschland und Frankreich.
Mit dem Energiesteuersenkungsgesetz ist in den Monaten Mai und Juni 2026 temporär eine Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe von rund 17 Cent je Liter zur Anwendung gekommen. Nach Berechnung von UNITI wurde diese in Form eines Tankrabatts von Seiten der Kraftstoffwirtschaft ohne Mitnahmeeffekte an die Kunden weitergegeben. Das ist das Ergebnis einer Differenz-in-Differenzen-Schätzung, die Entwicklungen der Preistrends in den ähnlich gelagerten Kraftstoffmärkten Deutschland und Frankreich zwischen den Referenztag 30. April (dem Tag vor Inkrafttreten der Energiesteuersenkung) und 29. Juni 2026 analysiert. Dieses wissenschaftlich etablierte ökonometrische Modell weist über die zwei Monate einen durchschnittlichen Nachlass bei Diesel von 17,26 Cent je Liter und bei Super E5 von 19,77 Cent je Liter aus. Werte oberhalb von 16,7 Cent je Liter sprechen für eine vollständigen Weitergabe, sind aber kein zwingender Hinweis für eine Weitergabe über den steuerlichen Entlastungsbetrag hinaus.
UNITI-Hauptgeschäftsführer Elmar Kühn: „Die Unternehmen der Kraftstoffwirtschaft in Deutschland haben in den vergangenen Monaten mit großem Engagement dafür gesorgt, dass trotz enormer geopolitischer Verwerfungen die Versorgung mit Kraftstoffen stets gesichert blieb. Mit unternehmerischer Verantwortung haben sie zudem dazu beigetragen, dass Preissteigerungen lediglich die stark gestiegenen Kosten an den internationalen Märkten für Rohstoffe und verarbeitete Produkte reflektieren und gleichzeitig die Entlastung aus der temporären Energiesteuersenkung vollständig weitergegeben wurde.“ Das zeigt aus UNITI-Sicht, dass der Wettbewerb im Kraftstoffmarkt funktioniert. „Die bisherigen staatlichen Eingriffe in den Markt und weitere geplante wie etwa die geplante 12. Novelle des Wettbewerbsrechts, die gegen marktwirtschaftliche Prinzipien verstoßen oder verfassungsrechtlich bedenklich sind, sind auch aus diesen Gründen abzulehnen“, unterstreicht Elmar Kühn.
Über UNITI:
Der UNITI Bundesverband EnergieMittelstand e.V. repräsentiert in Deutschland rund 90 Prozent des mittelständischen Energiehandels und bündelt die Kompetenzen bei Kraftstoffen, Brennstoffen sowie Schmierstoffen. Täglich frequentieren über 5,3 Millionen Kunden die ca. 10.560 Straßentankstellen der UNITI-Mitgliedsunternehmen, welche ca. 75 Prozent des Straßentankstellenmarktes ausmachen. Mit etwa 3.700 freien Tankstellen sind bei UNITI zudem fast 70 Prozent der freien Tankstellen organisiert. Überdies versorgen die UNITI-Mitglieder etwa 20 Millionen Menschen mit Wärme. Die Verbandsmitglieder decken rund 95 Prozent des Gesamtmarktes für flüssige und feste Brennstoffe ab. Ebenso zählen mit einem Marktanteil von über 95 Prozent die meisten Schmierstoffhersteller und Schmierstoffhändler in Deutschland zum Verband. Die rund 1.000 Mitgliedsfirmen von UNITI erzielen einen jährlichen Gesamtumsatz von etwa 105 Milliarden Euro und beschäftigen ca. 120.000 Arbeitnehmer in Deutschland.

